MARTINA strickt oft in der Bretagne, wo sie auch den schönen Strand fotografiert hat. Sie findet es sehr befriedigend, beim Stricken die Hände zu beschäftigen und auch etwas in der Hand zu halten, wenn die Arbeit beendet ist. Gern stöbert sie in Läden auf der Suche nach Wolle und Knöpfen. Meist strickt sie für andere, so etwa Janker für Mann und Sohn oder die beiden Kissenhüllen für eine Freundin.

RENÉ hat nur einmal gestrickt, aber mit Ehrgeiz: aus den Musterquadraten hätte eine Babydecke entstehen sollen. Ganz gereicht hat es dann doch nicht. Inzwischen ist das Kind 28 Jahre alt und vielleicht wird es Zeit, das Projekt wieder aufzunehmen, für ein späteres Grosskind. Einige Knäuel des Garns gibt es noch.

 

AKI strickt auf der Strasse, in Konstanz, bei jedem Wetter, nur sonntags nicht. Dann sieht ihr sonst so farbiger Platz verlassen aus wie auf dem Bild. Sie strickt Socken für ein Kinderheim im Iran, wo sie auch her kommt. Aki ist bekannt in der Stadt. Manchmal wird ihr Wolle vorbei gebracht. Früher habe sie auch gespielt auf einer Ziehharmonika, an verschiedenen Orten.

GERDA hat auch schon jahrelang gar nicht gestrickt, dann wieder monatelang intensiv, inspiriert von einer Idee: einmal waren es die Modelle der Dänin Hanne Falkenberg, jetzt gerade ist es das Buch "Strickmuster der Seefahrer". Gerda verschenkt ihre Strickstücke oft, so auch den Pullover mit dem aufwendigen Kragen, den ihre Schwester trägt. Getroffen haben wir uns beim Museum Rietberg, wo das Mosaik auf der Terrasse der Villa Wesendonck einen schönen Hintergrund abgegeben hat für die Fotos.

URSULA strickt, wenn sie ein Modell sieht, das ihr gefällt. In besonderer Weise gilt dies auch für den Patentpullover mit der schönen Raglan-Partie: Das zu Grunde liegende gekaufte Modell war nach einer Wäsche nicht mehr tragbar... Das Nachstricken ist bestens gelungen und der Pullover auch nach Jahren noch ein Lieblingsstück. Fotografiert an einem Lieblingsplatz.

GOTTE DORI hat für meine Puppe gestrickt, vor mehr als fünfzig Jahren. Die Kleidchen gibt es noch, manche etwas zerfressen von den Motten. Jetzt bekommen sie einen Internet-Auftritt, mit einem lieben Gedanken an die Gotte, die längst nicht mehr lebt. Das Bild zeigt sie 1935 als junge Frau.

ROSINA ist eine echte Engadinerin. Sie wurde allerdings schon 1977 aus einem Samedaner Laden ins Emmental entführt. Wer sie wohl genäht und ihr reizendes Kleid mit den Puffärmelchen gestrickt hat?